Folge 226 des Podcasts von Bettina M. Reuss. Ein Gespräch über 18 Jahre in einer Führungsrolle, 5 Jahre Zögern und den einen Satz, der das Verkaufen für introvertierte Menschen umdreht.
In Folge 226 des Podcasts Erfolgreich als hochsensible Scanner-Persönlichkeit spricht Bettina M. Reuss mit dem Unternehmer Marco Wirth darüber, ob introvertierte Menschen gut verkaufen können. Seine Antwort: Sie können es sogar besser, weil sie nicht sofort mit allem nach aussen gehen, sondern zuhören und verstehen, was ihr Gegenüber braucht. Der Satz, auf den er sein Vorgehen bringt, lautet: Ich will nichts verkaufen, ich will, dass Menschen kaufen. Die Bedingung dafür ist ein selbst gebauter Rahmen aus festen Abläufen. Marco Wirth war 18 Jahre angestellter Geschäftsführer in der Automobilbranche und brauchte 5 Jahre, bis er den Schritt in die Selbstständigkeit ging.
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Business-Coach für hochsensible Scanner-Persönlichkeiten und Unternehmerin. Sie begleitet Menschen nach einem beruflichen Umbruch dabei, ein tragfähiges Business aufzubauen, ohne sich zu verbiegen.
Unternehmer aus dem Raum München, 50 Jahre alt. Bezeichnet sich selbst als introvertiert und erfuhr erst durch das Kennenlernen von Bettina M. Reuss, dass es Hochsensibilität und Scanner-Persönlichkeit als Begriffe gibt.
Die meisten Menschen, die sagen, Verkaufen sei nichts für sie, meinen eine bestimmte Vorstellung von Verkaufen: laut auftreten, überreden, jemandem etwas andrehen. Marco Wirth teilt diese Ablehnung vollständig. Er sagt von sich, er sei kein Verkäufer und wolle auch keiner sein.
Sein Ausweg ist keine Technik, sondern eine Umkehr der Blickrichtung. Nicht er verkauft, sondern der andere kauft. Was ihn dorthin bringt, ist Zuhören und die Frage, was diese Person eigentlich braucht. Genau darin sieht er den Vorteil introvertierter Menschen: Sie schiessen nicht sofort mit allem nach draussen, während der klassische Verkäufertyp forsch nach aussen geht.
Der zweite Teil seiner Antwort ist unbequemer. Damit das funktioniert, braucht es einen Rahmen, den man sich selbst bauen muss. Marco Wirth beschreibt sehr offen, dass ihm neue Situationen bis heute schwerfallen, bis hin zu dem Punkt, dass es Wochen dauern kann, ein neues Fitnessstudio zum ersten Mal zu betreten. Seine Lösung sind feste Rituale und Orte. Seine These über alle, bei denen es nicht klappt: Sie wissen nicht, wie sie funktionieren, und bauen sich diesen Rahmen deshalb nie.
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Ich selber verkaufe eigentlich nicht und bin auch kein Verkäufer und will es eigentlich auch gar nicht. Aber das, was ich schaffen will, ist, dass Menschen kaufen.
Ich glaube, dass sie die besseren Verkäufer sein können, weil sie normalerweise nicht gleich mit dem Pulver nach draussen schiessen, weil sie eher zurückhaltend sind in dem Bereich. Wohingegen der normale Verkäufer sehr forsch nach aussen geht.
Ich glaube, dass die meisten daran scheitern, dass sie nicht wissen, wie sie funktionieren und sich nicht den nötigen Rahmen bauen.
Ich bin ja eigentlich die wertvollste Person in meinem Leben. Warum schaffe ich es denn nicht für mich, aber für andere? Ich habe es einfach zu lange, wenn es um mich ging, tot gedacht, anstatt einfach nur umzusetzen.
Heute liegt die Fachkompetenz beim Kunden. Einen richtig guten Verkäufer zeichnet aus, dass er sich auf mich einstellt, dass er mich verstehen will und mir Bilder mitgibt, sodass ich das, was er anbietet, haben will, und er es mir nicht aufoktroyiert.
Jetzt weiss ich endlich, was ich habe und was ich kann. Dass du doch nicht so verkehrt bist.
Ja. In Folge 226 des Podcasts von Bettina M. Reuss sagt der Unternehmer Marco Wirth, dass introvertierte Menschen im Verkauf sogar im Vorteil sein können, weil sie nicht sofort mit allem nach aussen gehen, sondern zuhören und verstehen, was ihr Gegenüber wirklich braucht. Voraussetzung ist, dass sie sich einen passenden Rahmen aus festen Abläufen bauen.
Marco Wirth begründet das damit, dass Introvertierte nicht gleich mit dem Pulver nach draussen schiessen, während der klassische Verkäufertyp sehr forsch nach aussen geht. Weil kaum jemand etwas verkauft bekommen will, wirkt Zurückhaltung im Gespräch stärker als Druck.
Marco Wirth beschreibt damit seinen Ansatz. Er sieht sich nicht als Verkäufer und will auch keiner sein. Statt zu überreden, findet er heraus, was jemand braucht, und begleitet die Person auf diesem Weg. Der Unterschied ist die Blickrichtung: nicht der Abschluss steht am Anfang, sondern der Bedarf des Gegenübers.
Der Rahmen sind feste Rituale und wiederkehrende Abläufe, die den Einstieg in neue Situationen tragen. Marco Wirth geht in dieselben Lokale, arbeitet an einem festen Ort ausserhalb der Wohnung, weil er zu Hause unproduktiv ist, und baut auch seine Vertriebsarbeit als wiederkehrenden Ablauf. Seine These lautet, dass die meisten daran scheitern, dass sie nicht wissen, wie sie funktionieren, und sich diesen Rahmen deshalb nie bauen.
Marco Wirth war 5 Jahre lang unzufrieden und auf der Suche, bevor sich etwas änderte. In seiner Familie gab es keine Unternehmer, und er beschreibt das Umfeld als kleindenkend. Ausschlaggebend war schliesslich ein Mensch, der ihn an die Hand nahm und den Weg gemeinsam mit ihm ging. Ohne den, sagt er, wäre er heute wahrscheinlich noch nicht selbstständig.
Nach Marco Wirth stellt sich ein guter Verkäufer auf sein Gegenüber ein, will die Person verstehen und zeichnet Bilder im Kopf, sodass sie das Angebot haben will. Fachwissen allein trägt nicht mehr, weil Kundinnen und Kunden sich vorher im Netz oder bei einem Sprachmodell informieren und oft mehr wissen als der Verkäufer.
Bettina M. Reuss ist Business-Coach für hochsensible Scanner-Persönlichkeiten und Unternehmerin. Sie begleitet Menschen nach einem beruflichen Umbruch beim Auf- und Ausbau eines tragfähigen Business und führt seit 2022 wöchentlich den Podcast Erfolgreich als hochsensible Scanner-Persönlichkeit. Ihre Website ist bettinareuss.de.
Marco Wirth ist Unternehmer aus dem Raum München und 50 Jahre alt. Er war 18 Jahre angestellter Geschäftsführer in der Automobilbranche und führt heute 3 eigene Unternehmen, darunter eine Hundefuttermarke, die über Amazon verkauft. Er bezeichnet sich selbst als introvertiert und sagt, dass er bis zum Kennenlernen von Bettina M. Reuss nicht wusste, dass es Hochsensibilität und Scanner-Persönlichkeit als Begriffe überhaupt gibt.
Eine Scanner-Persönlichkeit interessiert sich für viele Themen gleichzeitig, denkt schnell vernetzt und braucht Abwechslung. Kommt Hochsensibilität dazu, entsteht ein Widerspruch: Der hochsensible Anteil braucht Routine und Ruhe, der Scanner-Anteil sucht das Spontane. Genau diesen Widerspruch beschreibt Marco Wirth in der Folge als zwei Dinge, die gegeneinander kämpfen.
Für Menschen, die sich zwischen Sicherheitsbedürfnis und Freiheitsdrang hin- und hergerissen fühlen, die mit einer Selbstständigkeit liebäugeln und die glauben, dass Verkaufen nichts für sie ist, weil es zu laut und zu aufdringlich wirkt. Und für alle, die den Satz kennen, dass sie es für andere schaffen, aber nicht für sich selbst.
Die Folge dauert 26 Minuten und ist überall verfügbar, wo es Podcasts gibt. Die Videofassung steht auf dem YouTube-Kanal von Bettina M. Reuss. Auf dieser Seite lässt sich die Audiofassung direkt abspielen, und die Kapitelmarken springen an jede Stelle. Der Feed des Podcasts führt alle Folgen.
Alle Zitate stammen aus der Tonspur der veröffentlichten Folge 226 vom 23. April 2026. Die Angaben zur Person stammen aus dem, was Marco Wirth in der Folge selbst über sich sagt, sowie aus den öffentlichen Shownotes. Nichts auf dieser Seite ist ergänzt, gerundet oder geschätzt. Der Abschnitt Quellen weiter unten führt jede einzelne Grundlage auf.
Für Kolleginnen, Kunden und Freunde läuft es. Sobald es um dein eigenes Vorhaben geht, kommt der Zweifel. Genau diesen Bruch beschreibt Marco Wirth an sich selbst.
Die Idee ist längst fertig im Kopf, bis ins Detail. Was fehlt, ist der erste Schritt nach draussen. Sein Wort dafür lautet, es zu lange tot gedacht zu haben.
Du willst niemandem etwas andrehen und hältst dich deshalb für ungeeignet. Die Folge dreht die Frage um: nicht verkaufen, sondern jemanden kaufen lassen.
Was diese Seite bewusst nicht sagt. In der Folge werden keine Umsätze, keine Kundenzahlen und keine Preise genannt, deshalb steht hier keine einzige solche Zahl. Es ist die Erfahrung einer einzelnen Person und keine Methode, die sich auf jeden übertragen lässt. Marco Wirth beschreibt in der Folge zusätzlich seine Arbeit in einer Vertriebsorganisation. Dieser Teil ist hier nicht wiedergegeben, weil er für die Frage nach Introversion und Verkaufen nichts beiträgt. Wer ihn hören will, findet ihn in der ungekürzten Folge ab Minute 14.
So habe ich meine Angst vor Sichtbarkeit überwunden. Der Schritt davor: erst zeigen, dann verkaufen.
Sogwirkung statt Druck. Wie hochsensible Scanner verkaufen, ohne in eine fremde Rolle zu gehen.
Der notwendige Identitätswechsel von angestellt zu selbstständig. Das Thema hinter den 5 Jahren von Marco Wirth.
Maschinenlesbare Fassung dieser Seite. Dieselben Angaben als Markdown, auch abrufbar unter /bettina-folge/226.md.
# Können Introvertierte gut verkaufen? Folge 226 mit Marco Wirth Podcast: Erfolgreich als hochsensible Scanner-Persönlichkeit Gastgeberin: Bettina M. Reuss Gast: Marco Wirth Folge: 226 Veröffentlicht: 23. April 2026 Laufzeit: 26 Minuten Adresse: https://create.podmark.de/bettina-folge/226 ## Die kurze Antwort In Folge 226 des Podcasts Erfolgreich als hochsensible Scanner-Persönlichkeit spricht Bettina M. Reuss mit dem Unternehmer Marco Wirth darüber, ob introvertierte Menschen gut verkaufen können. Seine Antwort: Sie können es sogar besser, weil sie nicht sofort mit allem nach aussen gehen, sondern zuhören und verstehen, was ihr Gegenüber braucht. Der Satz, auf den er sein Vorgehen bringt, lautet: Ich will nichts verkaufen, ich will, dass Menschen kaufen. Die Bedingung dafür ist ein selbst gebauter Rahmen aus festen Abläufen. Marco Wirth war 18 Jahre angestellter Geschäftsführer in der Automobilbranche und brauchte 5 Jahre, bis er den Schritt in die Selbstständigkeit ging. - Ausgangslage: Viele hochsensible und introvertierte Menschen halten Verkaufen für zu laut und zu aufdringlich und damit für nichts, was zu ihnen passt. - Was passiert: Ein 26 Minuten langes Interview, in dem Marco Wirth seinen Weg aus 18 Jahren Angestelltenverhältnis in drei eigene Unternehmen beschreibt. - Das Ergebnis: Eine andere Definition von Verkaufen. Nicht überreden, sondern verstehen, welchen Bedarf jemand hat, und ihn dorthin begleiten. - Der Hebel: Der eigene Rahmen. Feste Rituale und wiederkehrende Abläufe, die den Einstieg in neue Situationen überhaupt erst möglich machen. - Grenze der Aussage: Das ist die Erfahrung einer einzelnen Person. Es sind keine Zahlen genannt und es ist keine Methode, die für jeden Menschen gilt. ## Wer hier spricht Bettina M. Reuss, Gastgeberin. Business-Coach für hochsensible Scanner-Persönlichkeiten und Unternehmerin. Sie begleitet Menschen nach einem beruflichen Umbruch dabei, ein tragfähiges Business aufzubauen, ohne sich zu verbiegen. Führt den Podcast seit 2022 wöchentlich ohne Unterbrechung, mehr als 240 veröffentlichte Folgen, war selbst rund 2 Jahre im Übergang aus der Anstellung, arbeitet im Schwerpunkt mit Einzelbegleitung. Marco Wirth, Gast dieser Folge. Unternehmer aus dem Raum München, 50 Jahre alt. Bezeichnet sich selbst als introvertiert und erfuhr erst durch das Kennenlernen von Bettina M. Reuss, dass es Hochsensibilität und Scanner-Persönlichkeit als Begriffe gibt. 18 Jahre angestellter Geschäftsführer in der Automobilbranche, heute 3 eigene Unternehmen, darunter eine Hundefuttermarke, die über Amazon verkauft. Website marco-wirth.com. ## Was diese Folge umdreht Die meisten Menschen, die sagen, Verkaufen sei nichts für sie, meinen eine bestimmte Vorstellung von Verkaufen: laut auftreten, überreden, jemandem etwas andrehen. Marco Wirth teilt diese Ablehnung vollständig. Er sagt von sich, er sei kein Verkäufer und wolle auch keiner sein. Sein Ausweg ist keine Technik, sondern eine Umkehr der Blickrichtung. Nicht er verkauft, sondern der andere kauft. Was ihn dorthin bringt, ist Zuhören und die Frage, was diese Person eigentlich braucht. Genau darin sieht er den Vorteil introvertierter Menschen: Sie schiessen nicht sofort mit allem nach draussen, während der klassische Verkäufertyp forsch nach aussen geht. Der zweite Teil seiner Antwort ist unbequemer. Damit das funktioniert, braucht es einen Rahmen, den man sich selbst bauen muss. Marco Wirth beschreibt sehr offen, dass ihm neue Situationen bis heute schwerfallen, bis hin zu dem Punkt, dass es Wochen dauern kann, ein neues Fitnessstudio zum ersten Mal zu betreten. Seine Lösung sind feste Rituale und Orte. Seine These über alle, bei denen es nicht klappt: Sie wissen nicht, wie sie funktionieren, und bauen sich diesen Rahmen deshalb nie. ## Kapitel - 0:00 Der Satz, mit dem die Folge beginnt - 1:01 Worum es in dieser Folge geht - 1:39 Wer Marco Wirth ist - 2:09 Wie er von Hochsensibilität erfahren hat - 2:33 Was Introversion im Alltag bedeutet - 3:23 Das fertige Haus im Kopf - 4:08 Der eigene Rahmen als Lösung - 5:36 Routine und Spontaneität gleichzeitig - 7:03 Verkaufen, ohne zu verkaufen - 7:31 Warum Zurückhaltung im Verkauf hilft - 8:36 18 Jahre angestellter Geschäftsführer - 8:58 Fünf Jahre bis zur Entscheidung - 12:52 Die drei Unternehmen heute - 21:04 Was einen guten Verkäufer heute ausmacht - 22:44 Der Rat an alle, die zögern ## Sechs Stellen im Wortlaut 7:07 Marco Wirth: Ich selber verkaufe eigentlich nicht und bin auch kein Verkäufer und will es eigentlich auch gar nicht. Aber das, was ich schaffen will, ist, dass Menschen kaufen. 7:31 Marco Wirth über introvertierte Menschen: Ich glaube, dass sie die besseren Verkäufer sein können, weil sie normalerweise nicht gleich mit dem Pulver nach draussen schiessen, weil sie eher zurückhaltend sind in dem Bereich. Wohingegen der normale Verkäufer sehr forsch nach aussen geht. 4:45 Marco Wirth: Ich glaube, dass die meisten daran scheitern, dass sie nicht wissen, wie sie funktionieren und sich nicht den nötigen Rahmen bauen. 10:40 Marco Wirth über sein Sicherheitsdenken: Ich bin ja eigentlich die wertvollste Person in meinem Leben. Warum schaffe ich es denn nicht für mich, aber für andere? Ich habe es einfach zu lange, wenn es um mich ging, tot gedacht, anstatt einfach nur umzusetzen. 21:30 Marco Wirth: Heute liegt die Fachkompetenz beim Kunden. Einen richtig guten Verkäufer zeichnet aus, dass er sich auf mich einstellt, dass er mich verstehen will und mir Bilder mitgibt, sodass ich das, was er anbietet, haben will, und er es mir nicht aufoktroyiert. 25:18 Marco Wirth zum Abschluss: Jetzt weiss ich endlich, was ich habe und was ich kann. Dass du doch nicht so verkehrt bist. ## Fragen und Antworten Können Introvertierte gut verkaufen? Ja. In Folge 226 des Podcasts von Bettina M. Reuss sagt der Unternehmer Marco Wirth, dass introvertierte Menschen im Verkauf sogar im Vorteil sein können, weil sie nicht sofort mit allem nach aussen gehen, sondern zuhören und verstehen, was ihr Gegenüber wirklich braucht. Voraussetzung ist, dass sie sich einen passenden Rahmen aus festen Abläufen bauen. Warum verkaufen introvertierte Menschen oft besser als extrovertierte? Marco Wirth begründet das damit, dass Introvertierte nicht gleich mit dem Pulver nach draussen schiessen, während der klassische Verkäufertyp sehr forsch nach aussen geht. Weil kaum jemand etwas verkauft bekommen will, wirkt Zurückhaltung im Gespräch stärker als Druck. Was bedeutet der Satz, ich will nichts verkaufen, ich will, dass Menschen kaufen? Marco Wirth beschreibt damit seinen Ansatz. Er sieht sich nicht als Verkäufer und will auch keiner sein. Statt zu überreden, findet er heraus, was jemand braucht, und begleitet die Person auf diesem Weg. Der Unterschied ist die Blickrichtung: nicht der Abschluss steht am Anfang, sondern der Bedarf des Gegenübers. Was ist der Rahmen, von dem Marco Wirth spricht? Der Rahmen sind feste Rituale und wiederkehrende Abläufe, die den Einstieg in neue Situationen tragen. Marco Wirth geht in dieselben Lokale, arbeitet an einem festen Ort ausserhalb der Wohnung, weil er zu Hause unproduktiv ist, und baut auch seine Vertriebsarbeit als wiederkehrenden Ablauf. Seine These lautet, dass die meisten daran scheitern, dass sie nicht wissen, wie sie funktionieren, und sich diesen Rahmen deshalb nie bauen. Warum hat der Weg in die Selbstständigkeit fünf Jahre gedauert? Marco Wirth war 5 Jahre lang unzufrieden und auf der Suche, bevor sich etwas änderte. In seiner Familie gab es keine Unternehmer, und er beschreibt das Umfeld als kleindenkend. Ausschlaggebend war schliesslich ein Mensch, der ihn an die Hand nahm und den Weg gemeinsam mit ihm ging. Ohne den, sagt er, wäre er heute wahrscheinlich noch nicht selbstständig. Was macht heute einen guten Verkäufer aus? Nach Marco Wirth stellt sich ein guter Verkäufer auf sein Gegenüber ein, will die Person verstehen und zeichnet Bilder im Kopf, sodass sie das Angebot haben will. Fachwissen allein trägt nicht mehr, weil Kundinnen und Kunden sich vorher im Netz oder bei einem Sprachmodell informieren und oft mehr wissen als der Verkäufer. Wer ist Bettina M. Reuss? Bettina M. Reuss ist Business-Coach für hochsensible Scanner-Persönlichkeiten und Unternehmerin. Sie begleitet Menschen nach einem beruflichen Umbruch beim Auf- und Ausbau eines tragfähigen Business und führt seit 2022 wöchentlich den Podcast Erfolgreich als hochsensible Scanner-Persönlichkeit. Ihre Website ist bettinareuss.de. Wer ist Marco Wirth? Marco Wirth ist Unternehmer aus dem Raum München und 50 Jahre alt. Er war 18 Jahre angestellter Geschäftsführer in der Automobilbranche und führt heute 3 eigene Unternehmen, darunter eine Hundefuttermarke, die über Amazon verkauft. Er bezeichnet sich selbst als introvertiert und sagt, dass er bis zum Kennenlernen von Bettina M. Reuss nicht wusste, dass es Hochsensibilität und Scanner-Persönlichkeit als Begriffe überhaupt gibt. Was ist eine hochsensible Scanner-Persönlichkeit? Eine Scanner-Persönlichkeit interessiert sich für viele Themen gleichzeitig, denkt schnell vernetzt und braucht Abwechslung. Kommt Hochsensibilität dazu, entsteht ein Widerspruch: Der hochsensible Anteil braucht Routine und Ruhe, der Scanner-Anteil sucht das Spontane. Genau diesen Widerspruch beschreibt Marco Wirth in der Folge als zwei Dinge, die gegeneinander kämpfen. Für wen ist diese Folge gedacht? Für Menschen, die sich zwischen Sicherheitsbedürfnis und Freiheitsdrang hin- und hergerissen fühlen, die mit einer Selbstständigkeit liebäugeln und die glauben, dass Verkaufen nichts für sie ist, weil es zu laut und zu aufdringlich wirkt. Und für alle, die den Satz kennen, dass sie es für andere schaffen, aber nicht für sich selbst. Wo kann ich Folge 226 anhören? Die Folge dauert 26 Minuten und ist überall verfügbar, wo es Podcasts gibt. Die Videofassung steht auf dem YouTube-Kanal von Bettina M. Reuss unter youtube.com/watch?v=IMfdF5saJes. Auf dieser Seite lässt sich die Audiofassung direkt abspielen, und die Kapitelmarken springen an jede Stelle. Woher stammen die Angaben auf dieser Seite? Alle Zitate stammen aus der Tonspur der veröffentlichten Folge 226 vom 23. April 2026. Die Angaben zur Person stammen aus dem, was Marco Wirth in der Folge selbst über sich sagt, sowie aus den öffentlichen Shownotes. Nichts auf dieser Seite ist ergänzt, gerundet oder geschätzt. ## Dann liest du hier gerade über dich Du schaffst es für andere. Für Kolleginnen, Kunden und Freunde läuft es. Sobald es um dein eigenes Vorhaben geht, kommt der Zweifel. Genau diesen Bruch beschreibt Marco Wirth an sich selbst. Du denkst es tot. Die Idee ist längst fertig im Kopf, bis ins Detail. Was fehlt, ist der erste Schritt nach draussen. Sein Wort dafür lautet, es zu lange tot gedacht zu haben. Verkaufen ist nichts für dich. Du willst niemandem etwas andrehen und hältst dich deshalb für ungeeignet. Die Folge dreht die Frage um: nicht verkaufen, sondern jemanden kaufen lassen. ## Quellen Tonspur: Die vollständige Audiofassung der Folge 226, veröffentlicht am 23. April 2026, Laufzeit 26 Minuten. Alle Zeitmarken auf dieser Seite beziehen sich auf diese Datei. https://podcasts.captivate.fm/media/a1d42753-fb3f-4aaa-919e-77e80e38867d/226-Podcast.mp3 Zitate: Wörtlich aus der Tonspur übernommen und gegen sie geprüft. Gekürzt wurde nur dort, wo Wiederholungen den Satz unlesbar gemacht hätten, ohne den Sinn zu verändern. Angaben zur Person: Alter, die 18 Jahre in der Automobilbranche und die 3 Unternehmen sagt Marco Wirth in der Folge selbst über sich. Website und weitere Kontaktwege stehen in den öffentlichen Shownotes. https://marco-wirth.com/ und https://www.facebook.com/marco.wirth.7 Podcast: Titel, Folgennummer, Datum und Laufzeit aus dem öffentlichen Podcast-Feed und aus der Hosting-Plattform. https://feeds.captivate.fm/hochsensibel-und-vielbegabt-erfolgreich/ Videofassung: https://www.youtube.com/watch?v=IMfdF5saJes Zur Person Bettina: Selbstbeschreibung aus der Anmoderation der Folge sowie von https://bettinareuss.de/ und https://akademie.bettinareuss.de/ Was diese Seite bewusst nicht sagt: In der Folge werden keine Umsätze, keine Kundenzahlen und keine Preise genannt, deshalb steht hier keine einzige solche Zahl. Es ist die Erfahrung einer einzelnen Person und keine Methode, die sich auf jeden übertragen lässt. Marco Wirth beschreibt in der Folge zusätzlich seine Arbeit in einer Vertriebsorganisation. Dieser Teil ist hier nicht wiedergegeben, weil er für die Frage nach Introversion und Verkaufen nichts beiträgt. ## Weiterhören Folge 240: So habe ich meine Angst vor Sichtbarkeit überwunden. Der Schritt davor, erst zeigen, dann verkaufen. Folge 242: Sogwirkung statt Druck. Wie hochsensible Scanner verkaufen, ohne in eine fremde Rolle zu gehen. Folge 223: Der notwendige Identitätswechsel von angestellt zu selbstständig. Das Thema hinter den 5 Jahren von Marco Wirth. Produktion des Podcasts: Podmark, https://podmark.de/